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Unsere Astronauten Tipps für verbindliche, anschlussfähige Entscheidungen

Apollo.ai Astronaut sitzt auf einer Rakete und fliegt nach rechts, daneben ist en Schild mit zwei Pfeilen, einer zeigt nach links einer nach rechts

Die Kunst, Entscheidungen zu treffen, will gelernt sein. Theoretisch sollten Entscheidungen also sorgfältig getroffen, dokumentiert, kommuniziert und nachverfolgt werden – denn in einem Unternehmen hängt viel davon ab. Die Praxis zeichnet allerdings ein anderes Bild! 

Im Frühling 2023 initiierten wir eine Studie zum Thema Entscheidungskultur. Bis November 2023 haben rund 200 Unternehmen an der Studie teilgenommen. Das Ergebnis ist deutlich ernüchternder als angenommen. Entscheidungen bekommen meistens nicht den Stellenwert, den sie verdienen. 

  • Erkenntnis 1: Wichtige Stakeholder werden kaum in den Entscheidungsprozess einbezogen.
  • Erkenntnis 2: Es gibt selten eine überlegte, vordefinierte Kommunikationsstrategie bzgl. der Kommunikation wichtiger Entscheidungen.
  • Erkenntnis 3: Nur weil eine Entscheidung getroffen wurde, sagt dies noch nichts über die Anschlussfähigkeit der Entscheidung an die Organisation aus.  

Wie können nun Entscheidungen getroffen werden, damit sie verbindlich, anschlussfähig und damit besser werden? Wir haben zwei Tipps.

Knüpfen Sie Entscheidungen an Rollen statt an Position

In herkömmlichen, hierarchisch organisierten Unternehmen ist die Entscheidungsmacht meistens an die Position der Mitarbeitenden gekoppelt – je höher in der Hierarchie desto mehr Entscheidungsmacht, unabhängig von Expertise. Die agile Organisationsentwicklung entkoppelt wesentliche Entscheidungen von einer hierarchischen Ordnung.

Eine Position ist der formale Platz eines Mitarbeiters in der Organisation. Er ist auf einem Organigramm widergespiegelt. Eine Rolle hingegen ist ein Aufgabenbündel, das inhaltlich zusammengehört und von einem Mitarbeiter übernommen wird. Im Gegensatz zur Position können Mitarbeiter:innen eine Reihe von Rollen innehaben – Rollen sind wie Hüte, ich kann sie aufsetzen, ich kann sie aber auch jemandem anderen übergeben. 

Was heißt das nun für die Entscheidungsmacht? Laut der agilen Organisationsentwicklung sollten Entscheidungen an Rollen und nicht an Positionen gekoppelt sein – so können sie von jenen Kolleg:innen mit der entsprechenden Expertise getroffen werden und nicht von einer hierarchisch überlegenen Position. Das macht Entscheidungen einerseits hochwertiger und anschlussfähiger – kurz besser – und andererseits wirken sie inklusiver, weil sie aus dem Inneren des Teams kommen. 

Fragen Sie den Widerstand, nicht die Zustimmung ab

Wenn eine Entscheidung durch ein Voting getroffen werden soll, wird meistens nach der Zustimmung aller Teilnehmer:innen gefragt. Je mehr Zustimmung eine Entscheidungsoption oder -alternative erhält, desto wahrscheinlicher wird die Wahl in diese Richtung getroffen. 

In der agilen Organisationsentwicklung findet allerdings gerade ein Paradigmenwechsel statt: Anstelle nach der Zustimmung wird nach dem Widerstand gefragt. Wo sind die Einwände der Teilnehmer:innen?
Gehen Sie gemeinsam die jeweiligen Einwände durch und entscheiden Sie gemeinsam, ob der jeweilige Einwand berechtigt ist. Ist das der Fall, wird die Entscheidungsoption mit Unterstützung der skeptischen Person abgeändert. Durch diese Vorgangsweise integrieren Sie alle Stakeholder und geben den Gegenargumenten eine Bühne für gemeinsamen Dialog.

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